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Gerbrand Bakker und Diane Broeckhoven
am 14. November in der Stadtbücherei


Sofie Knijff, Carmien Michels, Alida Bremer und Erik Lindner
am 15. November im Theatertreff


Ehrengäste der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2016 waren die Niederlande und Flandern. An zwei Abenden präsentiert der Literaturverein eine literarische Nachlese.

Am Montag, den 14. November stellen um 20 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei der niederländische Autor Gerbrand Bakker und die flämische Autorin Diane Broeckhoven ihre neuen Bücher vor. Gerbrand Bakker, Jahrgang 1962, hat mit seinem (auch verfilmten Roman „Oben ist es still“ international Erfolg gehabt. Sein neues Buch, „Jasper und sein Knecht“, hat unübersehbar autobiographische Züge: Ein erfolgreicher niederländischer Romanautor kauft ein altes Haus in der Eifel und lässt sich dort mit seinem Hund Jasper nieder. Der Hund ist von ähnlich schwierigem Charakter wie sein Herr, der sich als „von Natur aus depressiv“ beschreibt. Warum einen das alles so in den Bann zieht, dass man nicht mehr aufhören möchte zu lesen? Weil Gerbrand Bakker seine Aufzeichnungen subtil verknüpft mit den Erinnerungen an früher, Und weil er ein Meister im Einfangen von Stimmungsnuancen ist. Eva Karnofsky in der Rheinischen Post: „Auch wenn nichts darin erfunden ist, kann man Bakkers Buch als unterhaltsam-nachdenklichen Roman lesen, als ein heiteres Buch über einen freiheitsliebenden Hund und die kleinen und großen Tücken des Alltags eines niederländischen Autors in der deutschen Provinz.“

Diane Broeckhoven, Jahrgang 1946, erzählt in ihrem neuen Roman „Was ich noch weiß“ die Geschichte einer komplizierten Mutter-Sohn-Beziehung. Manon geht in ihrer Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter auf, bis ihr Mann sie plötzlich für eine jüngere Frau verlässt. Sie bleibt mit den drei Kindern zurück und muss von nun an allein für die Familie sorgen. Als Manon aus dem Koma erwacht, in das sie nach einem Schlaganfall gefallen war, notiert sie, was sie noch weiß, und wird liebevoll von ihren Kindern und ihrem früheren Ehemann unterstützt. Als programmatisches Motto hat Diane Broeckhoven ihrem Roman einen Satz von Sándor Márai vorangesetzt: „Nur anhand von Details lässt sich das Wesentliche verstehen.“ Inge Obermeyer in der Nürnberger Zeitung: „Diane Broeckhovens sparsame, präzise, fast nüchterne Sprache ist wie ein Sog. Sie beschreibt ihre Protagonisten nicht nur, sie werden lebendig.“

Am Dienstag, den 15. November stellen um 20 Uhr im Theatertreff (Neubrückenstraße 63) die flämische Slam-Poetin und Erzählerin Carmien Michels, der Dichter Erik Lindner und die Fotografin Sofie Knijff aus den Niederlanden die künstlerischen Ergebnisse eines vierzehntägigen Münsteraufenthaltes vor – lyrische, epische, fotografische Porträts der Stadt und ihrer Menschen. Einen Text trägt auch die deutsch-kroatische Autorin Alida Bremer aus Münster bei, die ebenfalls zu den vier Stipendiaten von „Citybooks“ (www.citybooks.eu) gehörte. Dieses flämisch-niederländische Projekt ermöglicht Schriftstellern und Fotografen die Auseinandersetzung mit „fremden“ europäischen Städten. Dass Münster sich an diesem Projekt beteiligen konnte, ist einer großzügigen Unterstützung des Literaturvereins durch die Kulturstiftung der Sparkasse Münster zu verdanken. Wie reagieren Künstler auf Münster? Die Lesung beim Literaturverein kann auch angesehen werden als ein als ein literarisches Vorspiel zu den Skulptur-Projekten 2017.

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Freitag, 18. November:
Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder (Suhrkamp 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Mittwoch, 23. November
Mathias Enard: Kompass (Hanser Berlin 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Filmwerkstatt Münster: Die Entdeckung des Nachbarn. Halbtotale 2016
Infos zur Filmwerkstatt



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