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Marente de Moor am 25. Oktober im Franz Hitze Haus


Sie habe sich, als sie den Roman schrieb, in einer ähnlichen Situation befunden wie ihre Protagonistin Nadja, antwortete die niederländische Autorin Marente de Moor auf eine Frage nach dem Quellgrund ihres neuen Romans: „Ich war allein, der Natur ausgeliefert, all die Mühen, mit denen Sie die Tiere und die Natur versorgen, die die Oberhand haben. Es gibt da ein interessantes Phänomen. Wenn man täglich nicht genug mit anderen redet, merkt man, dass man sich nicht mehr auf sich selbst verlassen kann. Und gleichzeitig findet man Trost in der eigenen Vorstellungswelt, die jeder harten Tatsache der rücksichtslosen Wahrheit eine Wendung geben kann.“

Am Montag, den 25. Oktober wird Marente de Moor um 19 Uhr im Franz Hitze Haus (Kardinal-von-Galen-Ring 50) aus diesem Roman lesen, der im Niederländischen den gleichen einsilbigen Titel trägt wie im Deutschen: „Phon“.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, lebte nach ihrem Studium der Slawistik mehrere Jahre in St. Petersburg, wo sie als Korrespondentin für niederländische und russische Medien arbeitete. In deutscher Übersetzung sind bisher Romane „Amsterdam und zurück“ (2010), Die Die niederländische Jungfrau (2011); für diesen wurde sie mit dem niederländischen „BookSpot Literatuurprijs“ und dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Seit 2009 ist Marente de Moor festangestellte Kolumnistin bei der Zeitschrift Vrij Nederland. Sie ist die Tochter des Künstlers Heppe de Moor und der Autorin Margriet de Moor.

„Manchmal klingt es wie Trompetenstöße, dann, als würde Gott Möbel verrücken“ – die seltsamen Geräusche, die seit einiger Zeit am Himmel zu hören sind, verheißen nichts Gutes. Aber wann war es das letzte Mal gut, denkt Nadja, die Protagonistin des neuen Romans von Marente de Moor. Was ist geblieben von dem Leben, das sie und Lew, ein idealistisches Zoologenpaar, sich in der Einsamkeit der westrussischen Wälder aufbauen wollten. Denn mit den Geräuschen kommen auch die anderen, dunklen Erinnerungen. Unverhohlen erzählt Nadja ihre verhängnisvolle Geschichte. Doch kann man ihr trauen? Ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel, fesselnd bis zur letzten Seite. So sinnlich wie subtil dringt es in die dunklen Seiten der Natur und des Menschen.

Für Ingrid Mylo in der „Badischen Zeitung“ ist Marente de Moors Sprache ein Naturereignis: „Sie besteht nicht aus Worten, sondern aus Samen, die auf den fruchtbaren Boden der Fantasie gefallen und aufgegangen sind."


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