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+++ DIE REEMTSMA-LESUNG IST LEIDER AUSVEKAUFT +++

Jan Philipp Reemtsma am 27. September in der Stadtbücherei


Es darf auch einmal grundsätzlich werden, und so hat der Literaturverein Münster einen wahrlich belesenen und weltläufigen Gelehrten eingeladen, dessen Arbeitsschwerpunkte die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, die Zivilisationstheorie sowie die Geschichte der menschlichen Destruktivität sind. Am Dienstag, den 27. September wird Jan Philipp Reemtsma um 20 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei sein neues Buch vorstellen: „Was heißt: einen literarischen Text interpretieren?“ Er holt damit die Lesung nach, die er im Frühjahr aus persönlichen Gründen hatte absagen müssen.

Jan Philipp Reemtsma, geboren 1952, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Er ist der Gründer und war bis März 2015 geschäftsführender Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, und er ist Vorstand der Arno Schmidt-Stiftung. Reemtsma, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden ist – zuletzt mit dem Schiller-Preis der Stadt Mannheim und dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig –, hat im vorigen Jahr seine „Schriften zur Literatur“ vorgelegt. Die Titel der drei Bände stehen für das Spektrum seiner literarischen, literaturgeschichtlichen und literaturwissenschaftlichen Interessen: „Homer, Shakespeare, Wieland und andere Zeitgenossen“, „Arno Schmidts poetische Sendung“ sowie „Literarische Endspiele von Karl Kraus bis Walter Kempowski“. In seinem neuen Buch wirft Reemtsma Fragen auf wie: Was ist das Reden über Literatur überhaupt für eine Tätigkeit? Womit hat man es zu tun, wenn man es mit literarischer Qualität zu tun bekommt? Hat das Gerede vom „Tod des Autors“ irgendeinen Sinn – und geht es bei Literatur um anderes als um Schönheit? Jan Philipp Reemtsma entwirft in diesem Buch eine radikale Theorie der Lesekompetenz. Lange hat es keine derart virtuose Einführung in die Grundlagen der Literaturwissenschaft gegeben. Wer den Literaturwissenschaftler und „public intellectual“ Jan Philipp Reemtsma kennt, der weiß, dass seine Urteile über Texte – ob sie von Heinrich von Kleist stammen oder von Stephen King – vor allem eines sind: nie langweilig. Sie zeigen nicht nur, was, wie und warum man lesen sollte. Sie verknüpfen auch mühelos Theorie und hermeneutische Praxis, E und U, Germanistik, Philosophie und Polemik. Reemtsmas Grundkurs im Gebrauch von Skalpell und Tupfer im Literatur-OP hat den bestmöglichen Effekt: Man will danach lesen. Besser lesen.
In seiner Laudatio zum Lessingpreis (1997) hat Hartmut Böhme bewundert, mit welcher Souveränität sich Reemtsma in der Bibliothek von Babel bewege: „Hier herrschen Witz und Luzidität, Raffinesse und Lust. Die literaturwissenschaftlichen Arbeiten Reemtsmas sind denn auch von einer Feinheit und Eleganz, einer Freude und Leichtigkeit, die einer Aufklärung wieder erlaubt sind, die durch den Schmerz gegangen ist. Nennen wir dies die trostreiche wie erregende Weite der Literatur.“

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Flandern & the Netherlands

Montag, 10. Oktober
Margriet de Moor: Schlaflose Nacht (Hanser 2016)
Mark Schaevers: Orgelmann. Felix Nussbaum – ein Malerleben (Galiani 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Montag, 14. November
Gerbrand Bakker: Jasper und sein Knecht (Suhrkamp)
Diane Broekhoven: Was ich noch weiß (C.H. Beck 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Hinweis Filmwerkstatt: 12. Sept., 19 Uhr, und 19. Sept., 19 Uhr, im Schloßtheater:
„Oben ist es still“ – Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Gerbrand Bakker (s.u.)

Dienstag, 15. November: Citybooks-Präsentation:
Sofie Knijff, Carmien Michels, Erik Lindner, Alida Bremer
20 Uhr; Theatertreff, Neubrückenstraße 63
Siehe auch im Internet unter: citybooks.eu

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Freitag, 18. November:
Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder (Suhrkamp 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Mittwoch, 23. November
Mathias Enard: Kompass (Hanser Berlin 2016)
20 Uhr, Stadtbücherei Münster

Filmwerkstatt Münster: Die Entdeckung des Nachbarn. Halbtotale 2016
Infos zur Filmwerkstatt



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